Vesnazone 1

FB-Meinungskontrolle: Löschen ist auch keine Lösung, Herr Zuckerberg!

Nicht nur ungesetzliche, sondern auch unerwünschte Inhalte werden gelöscht!

Seit diverse Politikerinnen unverschämte bis geradezu lächerliche „Verhaltensregeln für Frauen“ vorschlagen, um sexuelle Übergriffe durch Zuwanderer zu „verhindern“, fühlte ich mich als Frau fast schon gedemütigt – und damit bin ich nicht alleine, wie mir in vielen Gesprächen bewusst wurde.

Die Palette reicht von der berühmten „Armlänge Abstand“, Schutzzonen/zelten für Frauen bei öffentlichen Veranstaltungen oder das Kölner Gummiarmband mit der Aufschrift „Respect me“ bis hin zur Empfehlung, nicht mehr alleine Joggen zu gehen.

Ich verspürte ein Gefühl, dass man uns Frauen eine Mitschuld an solchen Übergriffen zuschieben will. Es folgte ein unrealistischerer Tipp dem anderen.

Ich habe dann Anfang Dezember einen Zeitungsartikel über das Kölner Armband für Frauen, welches uns vor sexuellen Übergriffen durch Zuwanderer schützen soll, geteilt und einen kurzen Text dazu verfasst, der meine Meinung zu dieser absurden Idee wiedergibt. Der Inhalt meines Beitrages war leicht sarkastisch angehaucht – ich erinnerte an Bänder gegen Gelsenstiche, stellte die Frage auf, ob das Armband vielleicht nach Schweinefleisch duftet und so aggressive Zuwanderer auf Abstand hält. Ich lobte das bunte Design mit dem Aufdruck „Respect me“, durch den möglicherweise ein Zuwanderer, der vor hat, eine Frau sexuell zu belästigen oder gar zu vergewaltigen, ablässt, wenn er diesen Aufdruck liest. Ich schlug vor, die Armbänder auch gegen schlechte Noten und Fake Profile einzusetzen, womöglich würden sie auch bei der Raucherentwöhnung helfen.

Knappe 14 Tage später bekam ich die Meldung von Facebook, dass jemand meinen Beitrag gemeldet hat und „der Text nicht den Gemeinschaftsstandards entspricht“. Folge: der Text wurde gelöscht und mein Profil für 3 Tage gesperrt.

Des Weiteren teilte mir Facebook mit, dass Beiträge, die Personen basierend auf Rasse, Ethnizität, nationaler Herkunft, Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder Behinderung herabwürdigen, entfernt werden.

Dem Melder meines Beitrages und Facebook möchte ich dazu folgendes sagen:

Frauen in einer demokratischen Gesellschaft, die gleichberechtigt sind, brauchen keine Verhaltensregeln, sondern die Sicherheit, dass sie sich überall zu jeder Tages- und Nachtzeit angstfrei bewegen dürfen und können.

Die unzähligen sexuellen Übergriffe durch Zuwanderer sind keine Missverständnisse! Bändchen, Laufschuhe, Blockflöten und eine Armlänge Abstand werden uns nicht vor ihnen schützen. Nur das Grenzen setzen hilft!

Nichts anderes habe ich in meinem Beitrag klargestellt. Dazu stehe ich als Frau und das wird Zuckerbergs Löschpolitik auch nicht ändern.

P.S.: Eine Frage noch:

#metoo Beiträge wurden massenweise verbreitet, ohne Überprüfung, ob all die jahrzehntealten Vorwürfe stimmen oder nicht – FB hat dies zugelassen und nichts davon entfernt.

Vielleicht weil es keine islamkritischen Beiträge waren – Fragen wird man ja doch noch dürfen, oder?